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in der Ausgabe Dezember 2001
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Festkommers zum
50jährigen Jubiläum nach Wiederbegründung
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Zur Einstimmung des Schützenfestes
2001 waren am 07. Juli 2001 aus Anlass des 50. Jahretages der
Wiederbegründung unserer Schützengilde neben vielen Jubilaren und
ehemaligen Vorstandsmitgliedern auch ehemalige Könige und Königinnen wie
auch das amtierende Königspaar Gerd und Petra Soer mit ihrem Throngefolge
zu einem Festkommers in den Saal Kamp eingeladen. Im festlich
geschmückten Saal wurden die zahlreichen Gäste, unter ihnen auch der
stellvertretende Bürgermeister, Hubert Schepers, vom 1. Vorsitzenden
unserer Gilde, Reinhard Todt, recht herzlich begrüßt. Sein besonderer
Gruß an diesem Nachmittag galt dem ältesten lebenden Königspaar
Bernhard Hake und Helene Todt. Ihnen, sowie allen Anwesenden sei es zu
verdanken, das Tradition und Zusammengehörigkeitsgefühl in der
Linksemsischen Schützengilde, auch heute, 50 Jahre nach der
Wiederbegründung, einen besonderen Platz im Stadtteil Esterfeld
einnehmen.
In seinem Rückblick wurde von Reinhard Todt manch lustige Begebenheit in
Erinnerung gerufen, die bei den Anwesenden für verschmitztes Lächeln und
große Heiterkeit sorgten. Stellvertretender Bürgermeister Hubert
Schepers bekannte in seinem Grußwort, dass kein europäisches
Adelsgeschlecht wohl in der Lage wäre an einem Nachmittag und an einem
Ort so viele Könige und Königinnen zusammenzubringen wies dies an diesem
Nachmittag geschehen sei. Diese Aussage, mit viel Heiterkeit bedacht,
leitete über in ein gemütliches Kaffeetrinken. Kuchen aus den
Bäckereien Lücken und Anneken sowie Kuchen von Frauen der
Vorstandsmitglieder liebevoll gebacken, sorgten für das leibliche Wohl
aller Gäste. Dass nach dem Kaffeetrinken noch das ein und andere
Gläschen Bier geleert wurden, versteht sich von selbst, hatte man sich
aus vergangenen Jahren oder auch Jahrzehnten doch so manches
"Dönken" aus Schützenfesttagen und vielen festlichen Stunden
im Saale Kamp zu erzählen.
Festzustellen bleibt, dass dieser Kommersnachmittag auch am frühen Abend
für Viele noch ein viel zu frühes Ende fand.
Ein Dank für diesen gelungen Kommersnachmittag gilt allen Vorbereitern
und Helfern, insbesondere den beteiligten Frauen der Vorstandsmitglieder.
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in der Ausgabe Dezember 2001
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Renovierung des
städtischen Schießstandes
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Nach jahrelangen Bemühungen der
Vereine, die den Schießstand regelmäßig nutzen, insbesondere aber auch
der Vereinigten Schützenbruderschaft und letztlich unserer Schützengilde
entschloss sich die Stadt Meppen, den Schießstand an der Versener Straße
zu renovieren, umzubauen und die Schießanlage mit modernster
Computertechnik auszustatten. Hierfür wurde seitens der Stadt Meppen Geld
zur Verfügung gestellt. Hinzu kamen Zuschüsse vom Kreissportbund. Mit
den Bauarbeiten wurde im August 2000 begonnen; Fertigstellung sollte im
Januar 2001 sein. Es zeigte sich jedoch schon kurz nach Baubeginn, dass
weder der Termin noch die Baukosten gehalten werden konnten. Durch
gravierende zusätzliche Anforderungen der Schießsachverständigen
verzögerte sich die Fertigstellung kontinuierlich. Ebenso war bereits
nach kurzer nach kurzer Zeit absehbar, dass die eingeplanten Mittel nicht
ausreichen würden, um den Schießstand fertig zu stellen.
Neben neuen Fenstern, neuen Türen, Fußboden, Akustikdecke,
Heizungsanlage und EDV-Anlage waren eine zusätzliche Lüftungsanlage und
erhebliche Sicherheitsanforderungen des Schießstandsachverständigen zu
erfüllen, so dass aufgrund der ungeklärten Finanzierung die Stadt Meppen
im Frühjahr 2001 einen sofortigen Baustopp verfügte. Im Hinblick auf
unser bevorstehendes Schützenfest erklärte sich unsere Schützengilde
gegenüber der Stadt Meppen bereit, erhebliche Eigenleistungen zu
erbringen, damit die Bauarbeiten fortgesetzt werden konnten. Auch
erklärte der SSV Meppen eine gleichlautende Bereitschaft. Von beiden
Vereinen wurden in erheblichem Umfang von März bis Juli 2001 die
verschiedensten Arbeiten in Eigenleistung erbracht. Der Anteil unserer
Schützengilde beläuft sich auf über 2300 Arbeitsstunden.
Hierunter fielen: Erd- und Betonierungsarbeiten, Stemmarbeiten,
Isolierungsarbeiten, Putzarbeiten, Fliesen legen, Sanitärarbeiten,
Elektroarbeiten, Malerarbeiten, Renovierung des Adlerstandes, Gestaltung
der Außenanlagen und anderes mehr.
Hervorzuheben ist, dass unsere Mitglieder nicht nur die Eigenleistung
erbracht haben, sondern auch zu einem großen Teil ihr eigenes Werkzeug
und teilweise auch Material mitgebracht haben. An dieser Stelle sei allen
Schützenbrüdern nochmals gedankt, die sich aufopferungsvoll an den
Umbauarbeiten des Schießstandes beteiligt haben. Der besondere Dank
unserer Schützengilde gilt unserem Kommandeur Alfons Peterberns, der den
schwierigsten Part erfüllte, nämlich die Koordination und Leitung der
Bauarbeiten.
Der neue Schießstand ist mit Computern und Monitoren ausgestattet. An
jedem der fünf Monitore kann jeder Schütze seine Ringzahl ablesen. Er
sieht auch genau, wo er die "Scheibe" getroffen hat, da der
Einschusskanal der Kugel von Lichtschranken genauestens gemessen wird. In
Sekundenschnelle werden auch die Ergebnisse ausgerechnet. Im Vorraum
können auch Nichtbeteiligte die Ergebnisse genau verfolgen.
Abschließend sei noch erwähnt, dass die Stadt Meppen nach Abschluss der
Bauarbeiten alle Helfer zu einem zünftigen Grillabend eingeladen hatte.
Die geringfügigen Kosten hierfür fielen bei der Gesamtbausumme nicht
mehr ins Gewicht.
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in der Ausgabe Dezember 2001
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Unsere Seniorengruppe
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Die Idee, neben dem schon zur Tradition
gewordenen "Altennachmittag" etwas für die Senioren zu tun, kam
schon vor einigen Jahren auf, wurde aber zunächst nicht verwirklicht.
Doch im Mai 1997 war es soweit. Nach einigen vorbereitenden Gesprächen
wurde der Versuch gestartet, einmal monatlich in der Schützenlust
(Schießstand an der Versener Straße) ein Seniorentreffen zu
veranstalten. Da die erforderliche Ausstattung mit den benötigten
Sachmitteln in der Schützenlust jedoch nicht vorhanden war, musste
zunächst die Voraussetzung für die Durchführung derartiger Treffen
geschaffen werden.
Mit tatkräftiger und freundlicher Unterstützung der Stadt und unserer
Gilde wurde eine Spüle eingebaut. Auch das nötige Geschirr, das für
einen Kaffeenachmittag benötigt wird, konnte schnellstens beschafft
werden. Seitdem finden an jedem letzten Mittwoch im Monat ab 15.00 Uhr die
Seniorentreffen statt. Diese Veranstaltungen sind offen für alle Senioren
(auch Frührentner und Vorruheständler) und für alle Witwen ehemaliger
Schützenbrüder.
Bei Kaffe und Kuchen und einem Tröpfchen "Hochprozentiges"
entsteht schnell eine gemütliche Atmosphäre. Neben Schießen in den
Disziplinen "Kleinkaliber" und "Luftgewehr" ist
Klönen, Kartenspielen usw. angesagt, so dass die Zeit immer viel zu
schnell vergeht.
Inzwischen hat sich ein "Stamm" von etwa 25 bis 30 Seniorinnen
und Senioren herausgebildet, der regelmäßig teilnimmt. Aber auch alle
anderen, die bisher nicht teilgenommen haben, sind herzlich willkommen.
Nach Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten am Schießstand
können unsere Treffen nunmehr auch in den Wintermonaten durchgeführt
werden.
Neben diesen regelmäßigen monatlichen Treffen hat die Seniorengruppe
inzwischen auch andere Aktivitäten entwickelt. So findet z. B. jedes Jahr
im Mai zur Spargelzeit ein Spargelessen in Fullen statt, das gleichzeitig
mit einer kleinen Fahrradtour verbunden ist.
Eine Busfahrt im Oktober führte nach Papenburg zu einem Besuch der
Meyer-Werft. Die riesigen Trockendocks und die darin gebauten
Kreuzfahrtschiffe hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Man kam aus
dem Staunen nicht heraus, das auch bei einer gemütlichen Kaffeerunde noch
zu spüren war.
Eine gelungene Advents- bzw. Weihnachtsfeier bildete den Abschluss der
Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr.
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| erschienen
in der Ausgabe Juli 2001
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Die Entwicklung des
Schützenwesens in Meppen:
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Wer sich in der heutigen Zeit das
fröhliche Treiben auf den Schützenfesten, die Begeisterung bei den
Schützenfestumzügen und die zahlreiche Beteiligung bei den
Schießwettkämpfen ansieht, wird bei allen Veranstaltungen neben
"altgedienten" auch sehr viele junge Schützenbrüder entdecken
können. Diese Feststellung gibt allen Schützenvereinen den Mut,
hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Ein für die Tradition des
Schützenswesens begeisterungsfähiger Nachwuchs ist das immer wieder zu
erneuernde Fundament für einen gesunden Fortbestand der Schützenvereine.
Da vielen jüngeren Schützenbrüdern (und wahrscheinlich auch älteren)
die Entwicklung des Schützenswesens in Meppen nicht so bekannt sein
dürfte, beginnen wir in dieser Ausgabe mit einer Fortsetzungsserie, die
auch zum besseren Verständnis des traditionellen Schützenbrauchtums
beitragen soll.
Über die Gründung einer ersten Schützengilde in Meppen liegen leider
keine genauen Angaben vor. Aus alten Unterlagen geht jedoch hervor, dass
sich mit der Erhebung Meppens zur Festung im Jahre 1360 alle wehrhaften
Bürger im Schießen zu üben hatten. Dabei wurde es im Laufe der Jahre
Brauch, den besten Schützen im Rahmen eines großen Festes besonders
auszuzeichnen. Das frohe Treiben fand jeweils am Pfingsttage in den
Höften statt. Mit Büchse oder Armbrust zog man durch die Stadt. Der Hut
des Königs war mit bunten Bändern geschmückt. Ein mit Grünspan und
Terpentin bemalter Vogel, der später das Schießziel bildete, wurde
vorangetragen. Da die Festlichkeiten in jedem Jahr zu Pfingsten
stattfanden, wurde die Schützengilde auch "Pinxtergilde" oder
"Pinxtern Selchup" genannt.
Die Stadt bestätigte sich schon damals als großer Gönner der Schützen.
Sie stiftete nicht nur den bunten Hut für den König und je ein Paar
Handschuhe für den Fähnrich und Schaffer, sondern sie lieferte auch die
Vogelstange und den Vogel. Zur Labung der durstigen Schützenkehlen
stellte sie auch eine halbe Tonne Bier zur Verfügung.
Dem König wurden besondere Rechte eingeräumt. So durfte er eine Weise in
der Marsch nutzen und wenn hier der Ertrag durch sommerliches Hochwasser
nicht den Erwartungen entsprach die Heuernte einer anderen Wiese
einbringen. Die Stadt sprang auch mit klingender Münze aus dem
Stadtsäckel ein, wenn einmal Ebbe in der Schützenkasse war.
Etwa um das Jahr 1590 befreite der Stadtrat den König von allen
Dienstleistungen. Der König hatte dafür am Festtage den Bürgern
Schinken und Brot zu spendieren. Ein auf Kosten der Stadt gebrautes
Pfingstbier durfte jedoch nur solange ausgeschenkt werden, wie das
Festessen dauerte. Der Bürgermeister verlangte von den Schaffern der
Gilde eine genaue Abrechnung über die Kosten für das Fest.
Auch in schweren Zeiten hielten die Bürger ihr Schützenfest ab. Selbst
als in den Jahren 1578/79 die Pest in Meppen wütete, ließen sie sich
davon abhalten, zur Bekräftigung ihres Lebenswillens ein Schützenfest zu
feiern.
Im Jahre 1596 musste der Stadtrat infolge der Kriegswirren des
spanisch-niederländischen Krieges sogar eine Anleihe aufnehmen, um die
Kosten für das Bier aufbringen zu können.
Da neben dem Fest der Schützengilde ein zweites großes Fest, das
Holthing (holthing = Holzgericht) gefeiert wurde, lag es nahe, beide Feste
miteinander zu verbinden. Der erste Versuch wurde im Jahre 1642
unternommen. Die Schützengilde zog zum Holthing und veranstaltete in
Teglingen das übliche Vogelschießen.
Aber die Verschmelzung entsprach anscheinend nicht den Festbedürfnissen
der Bürger. So feierten die Schützen seit 1650 wieder ihr Vogelschießen
zu Pfingsten und zogen außerdem zum Holthing. Rund 100 Jahre später
wurde nach dem siebenjährigen Krieg im Jahre 1765 erneut versucht, beide
Feste gemeinsam zu feiern. Dieser Versuch schien auch zu gelingen, zumal
im Jahre 1767 der damaligen Propst von Burloe den Königsschuss tat und
mit dem Königshut geschmückt wurde. Doch auch diese Gemeinschaft hatte
bereits 1786 wieder ihr Ende gefunden.
Als nach Beendigung der Markenteilung im Jahre 1848 das letzte Holthing
stattfand, ging damit eine über 400 Jahre alte Tradition in Meppen zu
Ende. Um diese Tradition jedoch im Bewusstsein der Bürger zu erhalten,
nannte die 1853 umgebildete Schützengilde ihr Fest fortan "Hölting-Schützenfest".
Ende des 19. Jahrhunderts entstand ein weiterer Schützenverein, der sich
jedoch 1924 mit dem Hölting zum "Hölting-Bürger-Schützenverein"
zusammenschloss.
Im Jahre 1930 entstanden dann die Schützenvereine "St.
Antonius" und "St. Hubertus". Ein Jahr später folgte der
"Linksemsische Schützenverein", heute "Linksemsische
Schützengilde St. Georg Meppen-Esterfeld e. V.". Die jüngsten
Vereine im alten Stadtgebiet Meppen sind Vormeppen (gegr. 1956),
Meppen-Süd (gegr. 1970) und St. Nikolaus, ebenfalls in Esterfeld (gegr.
1982).
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in der Ausgabe Juli 2001
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In memoriam Alfons Gels
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Unter großer Anteilnahme der
Bevölkerung von Nah und Fern und der Linksemsischen Schützengilde
"St. Georg" ist unser Ehrenvorsitzender Alfons Gels am
Nachmittag des 24.01.2001 auf dem neuen Friedhof in Esterfeld zu Grabe
getragen worden. Während die Schützenkapelle St. Georg das Lied vom
"guten Kameraden" gekonnt und feierlich intonierte, ließen wir
in Gedanken nochmals die Zeit Revue passieren, in der Alfons an der Spitze
unserer Gilde deren Vereinsleben maßgeblich und verantwortlich
mitgestaltete.
Von der Wiederbegründung im Jahre 1951 an bis 1984 stellte er sich 33
Jahre lang als 1. Vorsitzender uneigennützig den "Linksemsischen"
zur Verfügung. Wir alle haben noch seine temperamentvollen Ansprachen an
den Schützenfesttagen und zu anderen Anlässen in Erinnerung. Mit seiner
markanten Stimme erreichte er mühelos alle Zuhörer, die er immer wieder
zur Wahrung der Tradition des Schützenwesens aufrief.
Eine nie erlahmende Begeisterung für die Umsetzung der selbst gesteckten
Ziele und die Liebe zum fröhlichen Feiern zeichneten ihn aus. Nach seinem
Ausscheiden aus dem Vorstand dankte ihm die Schützengilde seinen
langjährigen Einsatz mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.
Fast 83jährig hat er uns jetzt für immer verlassen. Sein Name wird
jedoch stets mit unserer Gilde verbunden bleiben. In diesem Sinne danken
wir ihm nochmals für seine erfolgreiche Arbeit für unsere Gilde und
grüßen ihn ein letztes Mal mit einem kräftigen "Horrido".
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